Hier finden Sie eine Auswahl der Projekte des vergangenen Schuljahres:




Sparkling Science Projekt: Und was hat das mit mir zu tun?



Das zweite Jahr des Projekts „Und was hat das mit mir zu tun?“ Transnationale Geschichtsbilder zur NS-Vergangenheit“ mündete in die Umgestaltung der Gedenkstätte in den Kellerräumlichkeiten der Schule. Es widmete sich weiterhin der Frage, wie der Nationalsozialismus, der Zweite Weltkrieg und die Shoah in der postnazistischen Migrationsgesellschaft vermittelt werden können. Eine Wahlpflichtfachgruppe Geschichte und Politische Bildung sowie eine 6. Klasse arbeiteten mit dem Büro TrafoK. und anderen wissenschaftlichen Institutionen wie der Akademie der bildenden Künste. Im Brennpunkt stand die Frage:

Wie können nationale Traditionen der Geschichtsschreibung durch transnationale Perspektiven erweitert, aufgebrochen, ergänzt und hinterfragt werden?

Die SchülerInnen forschten zu folgenden selbst gewählten Forschungsfragen und präsentierten ihre Ergebnisse im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der neuen Gedenkstätte:


  • Welche Rolle spielt die Gedenktafel für die Erinnerung an das Gestapo-Gefängnis im Brigittenauer Gymnasium?
  • Was geschah beim »Anschluss« 1938?
  • Wie funktionierten Organisation und Alltag im Konzentrationslager am Beispiel Mauthausen?
  • Worin bestanden die Verbrechen der Wehrmacht in der Sowjetunion? Wie werden diese in Schulbüchern dargestellt?
  • Wie definierte die NS-Medizin »unwertes Leben«?





Aktivitäten rund um die Gedenkstätte



Im Herbst des Schuljahres wurde die Themenreihe der Gespräche zur Geschichtsvermittlung mit einer Veranstaltung zum Thema „Vermittlung der Novemberpogrome in der Migrationsgesellschaft von heute“ fortgesetzt.

Auch die Patenschaft für einen Baum der Erinnerung auf dem Zwi Perez Chajes Campus wurde bekräftigt. Drei Schulklassen hatten auch die Gelegenheit an einer Spezialführung in Mauthausen teilzunehmen. Im Anschluss daran wurde das Projekt „Social dreaming-phantomizing memory“ mit einer 6. Klasse durchgeführt. Viele Klassen (nicht nur unserer Schule) nützten die Gedenkstätte weiterhin als Lernort. Durch die Umgestaltung und Ergänzung hat er noch an Bedeutung gewonnen. Auch die „Hörspuren“ durch die Brigittenau können hier aufgenommen werden.

Im Mai gab es die Abschlussveranstaltung mit der Präsentation der Schülerprojekte sowie ein Vermittlungsprojekt für und mit SchülerInnen im Juni.


Eine Veranstaltung zu Bruno Kreisky anlässlich seines 100-jährigen Geburtstags und seines Bezugs zum „Gestapolager Karajangasse“ in der Zeit seiner Verfolgung mit der Buchautorin Dr. Helene Maimann war der Schlusspunkt der Aktivitäten rund um die Gedenkstätte.



Chemie-Projekt




In zwei 7. Klassen wurden nach Recherchearbeiten von SchülerInnen und der Erarbeitung der Grundlagen wie Aufbau und Bestandteile der DNA auch ihre Funktion und die Gencodierung im Unterricht behandelt. Auch wurde das Prinzip der PCR (=Polymerase-Kettenreaktion) besprochen.

Danach wurde mit den Klassen das Vienna Open Lab besucht und die SchülerInnen nahmen dort am Workshop „Kein Tatort ohne DNA“ teil. In diesem Workshop mussten sie aus einer Reihe von Verdächtigen den Täter herausfinden. Dazu kopierten sie mit Hilfe der PCR die DNA, die am Tatort zurückgelassen wurde, und die der VerdächtigeIm Anschluss wurde die vervielfältigte DNA mittels Gelelektrophorese einerseits und mit einem Mikrochip, auf dem die DNA aufgebracht wurde, andererseits untersucht und ausgewertet. Die SchülerInnen konnten mit einer fast 100%igen Übereinstimmung den Täter ermitteln.



Civilcourage und Engagement für Flüchtlinge




Die SchülerInnen des Wahlpflichtfachs Geographie und Wirtschaftskunde wurden mit der Ausstellung CIVIL.COURAGE.WIRKT vertraut gemacht.

Hierbei ging es um die Dokumentation von couragierten Menschen, die durch ihr Handeln viel bewirkten. Z.B. verhinderten engagierte Bürgerinnen der Gemeinde Röthis durch ihr Handeln die Abschiebung einer Familie in den Cosovo.

Die SchülerInnen erhielten Arbeitsaufträge (Identifizierung mit in der Ausstellung vorgestellten Personen und Präsentation vor der Gruppe ) und haben die Inhalte im anschließenden Workshop aufgearbeitet. Dieser sollte dazu beitragen, aus unbeteiligten ZuschauernInnen HelferInnen zu machen. Danach wurden die SchülerInnen angeleitet, auf der Messe „Partizipation und Civilcourage“ über die Möglichkeiten von Freiwilligenarbeit zu recherchieren.

Dies leitete über zu dem Film „Die verrückte Welt der Ute Bock“, der mit dem Aufgreifen realer Schicksale auf humanitäre Defizite hinweist und sich gleichzeitig als ein Aufruf zu Zivilcourage versteht. Auch der Dokumentarfilm „Little Alien“ mit anschließendem Workshop sowie das Spiel „LastExitFlucht“ diente dem Ziel die Themen Menschenrechte, Flucht, Asyl, Lebensalltag von Flüchtlingen, Flüchtlingspolitik, humanitäres/soziales Engagement zu festigen.





Dark &Light – Das Dritte Auge




Den SchülerInnen der 1C wurden verschiedene Fotos vorgelegt, auf denen auf den weltweiten Klimawandel hingewiesen wurde. Daraufhin setzte sich die Klasse eine Woche mit dieser Thematik auseinander. Die SchülerInnen haben Gegenstände ausgewählt und zeigten ihre zwei (oder drei) Seiten. Sie betrachteten sie mal mit der sonnigen und mal mit der finsteren Brille. Und sie haben verschiedene Orte auf der Welt ausgewählt, einmal mit Glitzer und einmal mit Gefahr und sie an Mobile gehängt. Die Orte drehten sich von selbst zwischen Licht und Schatten. Sie schrieben auch SMS und sendeten diese symbolisch in die Welt um die Menschen zu warnen. Am Ende der Woche gab es eine Präsentation.

Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Tilman Rhode – Jüchtern von der Uni Jena und Studierenden des GWK Instituts in Wien durchgeführt.



Frieden und Dialog




Nach der Erforschung der Ausstellung „Migration on Tour“ wurden in der 6D Migration als überzeitliches und auch universelles Phänomen verstehbar. Danach wurden auch mögliche Gründe für Xenophobie in der aufnehmenden Gesellschaft analysiert.

Der Besuch des Friedens- und Dialoginstituts lieferte den SchülerInnen weitere Erfahrungen mit den Themen Rassismus, Diskriminierung, Medienberichterstattung usw.

Zuerst gab es eine Einführung in die Arbeit des Instituts und danach Workshops zu spannenden Themen wie: „Was können wir tun um den Dialog zwischen den Kulturen zu verbessern? Ein Austausch der Gruppen mit Präsentationen der Ergebnisse schloss das Projekt ab.



Projekt Hannovermarkt




Im Wahlpflichtfach GWK setzten sich die SchülerInnen mit den Lebensbedingungen der am Hannovermarkt arbeitenden Menschen auseinander. Fragen für Interviews wurden überlegt und vor Ort durchgeführt. Die Auswertung erfolgte in der Schule und verschaffte Einblicke in oft schwierige Lebensbedingungen, die Gründe hierfür und durch den Vergleich der Ergebnisse konnte auch ein Gesamtplan des Marktes erstellt werden.



Mädchencafé und Burschenclub




Das Mädchencafé und der Bubenclub stehen für Mädchen und Burschen der Unterstufenklassen zur Verfügung, und bieten die Möglichkeit für Austausch über Probleme und Erfahrungen. Die regelmäßigen Treffen orientieren sich an den Interessen der Kinder. So wurden zum Beispiel Federpenale gestaltet, T-Shirts bedruckt oder Handytaschen gehäkelt. Oft kam es auch zu sportlichen und musikalischen Aktivitäten (z.B. eine gemeinsame „Jam-Session“) oder gemeinsamen Kinobesuchen.



Schuljause mit Vorrang




Um etwas zu einer gesunden Ernährungsweise der Kinder beizutragen, beteiligte sich die Schule in den letzten beiden Schuljahren am Vorsorgeprojekt „Schuljause mit Vorrang“.

Ein schulinternes Projektteam unter Leitung von Dagmar Steininger wurde von Herrn Dr. Manuel Schätzer vom vorsorgemedizinischen Institut SIPCAN professionell betreut. Finanziert wurde das Projekt aus den Mitteln des Fonds Gesundes Österreich. Mit dem Ziel einer Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten der SchülerInnen wurde ein neuartiges Arbeitsmaterial für den Biologieunterricht der 5. Schulstufe mit dem Titel „Trink- und Jausenführerschein“ entwickelt und getestet. Mit dem dabei erworbenen Wissen wurden von SchülerInnen der ersten Klassen in den letzten beiden Schuljahren fächerübergreifend im BE- und Biologie-Unterricht gesunde Schulweckerl kreiert. Die besten wurden von einer Jury ausgewählt und werden nun vom Schulbuffet als „Karajan-Weckerl“, „Lecker Weckerl“ und „Magic Weckerl“ erfolgreich angeboten. Für die Verbesserung des Angebots hat unsere Schule sogar eine Auszeichnung für ein „gesundheitsförderndes Schulbuffet“ erhalten.



Spielfilmprojekt „Konflikte“





Der Ausgangspunkt für das 2-tägiges Spielfilmprojekt in Rahmen des BE-Unterrichts in der 2A war das Thema „Konflikte“ , weil konstruktive Konfliktlösungen für ein gelungenes Miteinander und für gute Zusammenarbeit essentiell sind und die SchülerInnen im Rahmen des Projekts Handlungsvarianten erprobt und virtuell durchgespielt haben.

Auch bedeutet die Arbeit an einem Film immer Teamarbeit. Die SchülerInnen haben in zwei Produktionsgruppen je eine eigene Geschichte entwickelt, Drehbuch geschrieben, Storyboard gezeichnet, sind als SchauspielerInnen vor der Kamera gestanden, haben reihum selbst Regie, Kamera, Ton und Aufnahmeleitung gemacht und zu guter Letzt ihren Film mit Musik unterlegt. Durch die von den SchülerInnen selbst gewählte Geschlechtertrennung ist ein „Mädchen-Film“ mit dem Titel „Wahre Freundschaft“ und ein “Jungs-Film“ mit dem Titel „The Bad Boys“ entstanden. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit wienXtra und dem Medienzentrum entstanden und wurde von KulturKontakt Austria gefördert.



Suppenbuffet für die Japanhilfe und Unterstützung einer Schule in Ecuador



Diesmal wurden die Einnahmen von 500 Euro, die durch ein Suppenbuffet der 8AB eingenommen wurden, wobei mit vielen Rezepten aus unterschiedlichen Ländern gekocht wurde, an das Rote Kreuz in Japan überwiesen. Beim Tag der offenen Tür kamen die Einnahmen des interkulturellen Buffets der 4B bereits das 4. Jahr in Folge einer Schule in Ecuador zugute.